Informatives im Planungswesen

Allgemein anerkannte Regeln der Technik

Die (allgemein) anerkannten Regeln der Technik sind Technikklauseln für den Entwurf und die Ausführung von baulichen Anlagen oder technischen Objekten. Aufgrund der Bewährung durch fortdauernde praktische Erfahrung bilden Sie den neuesten Erkenntnisstand der Technik ab.

Nicht gleich zu setzen sind die anerkannten Regeln mit dem Stand der Wissenschaft und Technik, da diese neueste verfügbare Methoden beinhalten, die sich bisher weder durchgesetzt noch bewährt haben.

Die allgemein anerkannten Regeln der Technik haben erhebliche Bedeutung für die Bestimmung der Soll-Eigenschaften von Sachen und als Haftungsmaßstab, insbesondere im Werkvertragsrecht bei Bauleistungen gem. § 13 Abs. 1 Satz 2 VOB/B.

DIN

Die Abkürzung DIN steht für das Deutsches Institut für Normung. Bei dieser Institution handelt es sich um einen eingetragenen Verein mit Sitz in Berlin. Die DIN fügt die Interessen des Herstellers, des Handels, der Verbraucher, der Handwerker, der Unternehmen, der Wissenschaftler, des Staates und weiteren Interessenten in Normen zusammen. Dabei versucht die DIN den jeweils neuesten Stand der Technik zu berücksichtigen. Die in dem Regelwerk enthaltenen Normen sind nur Empfehlungen. Einige Bundesländer haben aber die DIN bauaufsichtlich eingeführt. Somit müssen die technischen Regeln der DIN berücksichtigt werden.

HOAI

Abkürzung für die sogenannte „Honorarordnung für Architekten und Ingenieure“. Sie ist eine Verordnung des Bundes zur Regelung der Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen und wird in neun Leistungsphasen untergliedert. Sie gibt die Inhalte und Ergebnisse der einzelnen Disziplinen vor und bestimmt phasenweise die Mindestqualität der Leistungen.

Stand der Technik / Stand von Wissenschaft und Technik

Der Stand der Wissenschaft und Technik beinhaltet die neuesten verfügbaren Methoden, welche sich aber bislang weder durchgesetzt noch bewährt haben.

VOB

Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist ein vom Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen erarbeitetes und fortgeschriebenes dreiteiliges Klauselwerk für die Vergabe und Vertragsbedingungen bei Bauaufträgen. Sie ist für Bauaufträge der öffentlichen Hand in Deutschland verpflichtend, wird aber auch bei privaten Bauverträgen vielfach angewandt.

Sie wird untergliedert in drei Teile:
Teil VOB / A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen
Teil VOB / B: Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen
Teil VOB / C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen